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Miese Zahlungsmoral: Siemens hält Lieferanten hin  (Archiv) 
Archiviert: 28.09.2010
Der deutsche Technologieriese Siemenslässt seine Lieferanten bei den Rechnungen zappeln.


Besonders kleine und mittlere Firmen, die dem Dax-Schwergewicht nur wenig entgegenzusetzen haben, sind von der mangelnden Zahlungsmoral betroffen, heißt es in einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Siemens wird vorgeworfen, Rechnungen systematisch verspätet zu begleichen. Der Grund: Das 2009 groß aufgelegte Sparprogramm.

"Gutes Verhältnis zu Lieferanten"

"Fakt ist, dass sich die Zahlungskonditionen über die Jahre hinweg nicht verändert haben", so Siemens-Sprecherin Monika Brücklmeier. "Siemens ist sehr daran interessiert, mit sämtlichen Lieferanten ein gutes Verhältnis zu pflegen. Daher handeln wir im strengen Einklang mit den Regeln der Corporate Governance." Den Vorwurf, ein effektives, die Ressourcen schonendes Management der Geldflüsse zulasten der Lieferanten zu betreiben, lässt Brücklmeier nicht gelten. Zahlungsaufschübe seien, wenn überhaupt, seltene Einzelfälle.

Statt wie üblich offene Rechnungen nach 30 Tagen zu bezahlen, soll Siemens erst nach 60 bis 90 Tagen beglichen haben, wird ein betroffener Lieferant zitiert. In einzelnen Fällen soll sich Siemens mit vier bis sechs Monaten sogar noch mehr Zeit gelassen haben. Während es früher nur vereinzelt zu Zahlungsaufschüben gekommen ist, mehren sich nun die Fälle, unterstreicht die betroffene Firma. Dem FAZ-Bericht zufolge schämen sich Siemens-Mitarbeiter bereits für das späte Zahlungsverhalten. Der Leidensdruck der Lieferanten würde auf die Probe gestellt.

Verzug kann existenzbedrohend sein

"Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können, sofern Aufträge eine gewisse Höhe des Umsatzes erreichen, durch Zahlungsverzug schnell in eine existenzbedrohende Lage geraten", erläutert Andreas Reinthaler, Finanzierungsexperte und Geschäftsführer von M27 Consulting,. "Daher ist die Vertragsgestaltung das A und O", so der Fachmann. Brücklmeier nach werden Zulieferer mit einem Finanzierungsprogramm gestützt, das bessere Zinskonditionen ermöglicht und die Bezahlung innerhalb einer Woche zusichert.

Anfang 2009 hat Siemens eine Einkaufsinitiative gestartet. Danach will das Unternehmen mit den drei Sektoren Industrie, Energie und Medizintechnik den Einkauf stärker bündeln und den Anteil der zentralen Beschaffung am Einkaufsvolumen über 38 Mrd. Euro von bislang 29 auf 46 Prozent steigern. Der Wert wird Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 leicht überschritten. Die Anzahl der Lieferanten ist im Zuge der Umstrukturierungen bereits von 113.000 auf 90.000 Zulieferer gesunken. Die Realisierung dieses Ziels sollte erst in zwei Jahren erfolgen.

Links:

http://siemens.com


Webseite freered, 16.09.2010

Thema: k.D.

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